Kampfkunst, Kampfsport und Gesellschaft: Interdisziplinäre Zugänge. Band I

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Beschreibung

Martin J. Meyer (Herausgeber, Autor), Heiko Bittmann (Herausgeber, Autor), Uwe Mosebach (Autor), Henning Wittwer (Autor), Markus Klein (Autor) und Martin Minarik (Autor): Kampfkunst, Kampfsport und Gesellschaft: Interdisziplinäre Zugänge. Band I

25. März 2023 / ISBN: 978-3980731669 / 313 Seiten / DIN A- 5 / Paperback / 30 Abbildungen / Sprache: Deutsch

Sehen Sie zu den einzelnen Beiträgen der Autoren bitte das Inhaltsverzeichnis und das Vorwort.

Autoren:

Dr. Martin Meyer ist Kampfsportwissenschaftler und Dozent an der Universität Vechta. Er ist Gründungsmitglied und ehemaliger Sprecher der dvs- Kommission „Kampfkunst und Kampfsport“. Seine Forschungsprojekte beschäftigen sich mit interdisziplinären, insbesondere pädagogischen, soziologischen und motivationalen Aspekten der Kampfkünste sowie Grundlagentheorie. 2017 erhielt er ein Stipendium der „Japan Society for the Promotion of Science“ (JSPS) für eine Forschungskooperation mit der Universität Kanazawa. Weiterhin hält er weltweit Fachvorträge zum Thema Kampfkunst und Kampfsport.

Heiko Bittmann: 1987-1993: Studium der Japanologie und Sportwissenschaft an den Universitäten Tübingen und Kanazawa, Japan. 1993-1998: Stipendiat an der Universität Kanazawa. 1999: Abschluß der Promotion zur Lehre im Karatedō. Seit 2001 Assistenz-Professor und seit 2009 Professor an der Universität Kanazawa; u.a. Seminare über Budō. Forschungsschwerpunkte: Japanische Kultur und Sport, insbesondere Kampfkünste; Autor mehrerer Aufsätze und Monographien zu den japanischen Kampfkünsten. Neben Iaidō (Kyōshi 7. Dan, Zen Nihon Kendō Renmei) betreibt er Jōdō (Kyōshi 7. Dan, Zen Nihon Kendō Renmei) und Karatedō (4. Dan).

PD Dr. phil. habil. Uwe Mosebach lehrt am Institut für Sportwissenschaft der Universität Erfurt in den Bereichen Jūdō, der Methodik und Didaktik sportlicher Spiele und im Bereich der Trainingslehre. Außerdem ist er Gastdozent im Fachgebiet Sportgeschichte an der Universität Jena. Uwe Mosebach trägt den 6. Dan im Jūdō.

Henning Wittwer nahm 1992 das Karate-Training in der Shōtōkan-Strömung auf. Seit 2005 veröffentlicht er seine Übersetzungen alter japanischer Quellen und seine Untersuchungen zum Thema Karate in englisch- und deutschsprachigen Fachjournalen. Zudem leitet er Lehrgänge und hält Vorträge. Wittwer ist Autor mehrerer Fachbücher zum Karatedō, vor allem im Hinblick auf die Shōtōkan-Strömung.

Markus Klein: Promotion zum Dr. Sportwiss. an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Akademischer Mitarbeiter am Sportwissenschaftlichen Institut der Universität des Saarlandes. Lehre und Forschung in den Bereichen Sportsoziologie und Sportpädagogik. U.a. auch Publikationen zum Thema Umsetzbarkeit von Distanzkampfkünsten im Schulsport sowie Lehrreferent der Taekwondo-Union Saar. e. V. 5. Dan Taekwondo.

Martin Minarik promovierte am Institut für Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg am Arbeitsbereich Kultur, Medien und Gesellschaft. Seine Forschungsschwerpunkte sind Performativität und Theatralität, Körper- und Bewegungssoziologie und Martial Arts als kulturelle Praktiken. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit befasst er sich auch praktisch mit Martial Arts und Performance. Er ist u.a. Träger des 4. Dan im Kukki-Taekwondo.

Buchbesprechungen:

– Ein Muss für alle, die sich für die tiefere Bedeutung von Kampfkunst und Kampfsport interessieren:

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Bereich der Kampfkünste bzw. Kampfsportarten stößt erfreulicherweise auf wachsendes Interesse. Michael Calandra, Betreiber des beliebten Video-Podcasts Martial Truth und selbst Meister verschiedener Kampfkünste, spricht sogar von einem goldenen Zeitalter der Kampfkunstforschung. Inzwischen ist eine wachsende Zahl von Forschungsarbeiten auf dem Markt. Auch im Bereich der Sammelbände tut sich einiges. Für ihre Reihe „Kampfkunst, Kampfsport und Gesellschaft: Interdisziplinäre Zugänge“ haben die Herausgeber Martin J. Meyer und Heiko Bittmann eine erlesene Zahl von Autoren gewonnen, die Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet sind. Sie decken mit ihren Beiträgen verschiedene Themenfelder aus dem Schwerpunktbereich der Anthologie ab und widmen sich historischen, pädagogischen und politischen Phänomenen von Kampfkunst und Kampfsport.

Kampfkunst, Kampfsport und Gesellschaft: Interdisziplinäre Zugänge – Band I ist im Jahr 2023 mit neun Beiträgen erschienen. Autoren sind neben den Herausgebern Markus Klein, Martin Minarik, Uwe Mosebach und Henning Wittwer.

Band II erschien 2024 mit zehn Beiträgen. Neben einigen Autoren des ersten Bandes konnten die Herausgeber diesmal Rita Nemeth, Andeas Niehaus, Sigrid Happ sowie Natalia Gyros und Peter Kuhn gewinnen.

Im Ergebnis sind beide Bände herausragende Werke, die sich mit den vielschichtigen Beziehungen zwischen Kampfkunst, Kampfsport und Gesellschaft auseinandersetzen. Die Herausgeber haben eine beeindruckende Sammlung von Beiträgen zusammengestellt, die sowohl wissenschaftliche als auch praktische Perspektiven beleuchten. Besonders gefallen hat mir die Verbindung von Tradition und Moderne, die zeigt, wie sich Kampfkunst und Kampfsport weiterentwickeln, ohne ihre kulturellen Wurzeln zu verlieren. Die beiden Bände sind ein Muss für alle, die sich für die tiefere Bedeutung von Kampfkunst und Kampfsport interessieren. Ich freue mich schon auf den nächsten Band und bin gespannt, welche weiteren Erkenntnisse und Perspektiven er bereithält.

Am Ende fehlen in den Bänden nur noch kurze Profile der Autoren (die es auf der Verlagshomepage schon gibt). Darüber hinaus wird sich die internationale Forschungsgemeinschaft sicherlich wehmütig fragen, warum diese hervorragende Bereicherung des wissenschaftlichen Diskurses nicht in englischer Sprache vorliegt.

(Amazon Rezension von Thomas Feldmann, 20. Januar 2025)

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