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Geschichte und Lehre des Karatedô

Heiko Bittmann:
Geschichte und Lehre des Karatedô


Verlag Heiko Bittmann 2017

€ 23,50

zur Bestellung

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264 Seiten / DIN A5 / Paperback / 48 Abbildungen /
ISBN 3-9807316-5-0



2. überarbeitete und erweiterte Auflage
des Buches "Die Lehre des Karatedô"
mit einem neuen Kapitel zur Geschichte des Karatedô

Inhaltsverzeichnis als pdf

Blick ins Buch

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Inhaltsverzeichnis:

   Vorwort S. 7
I. Einleitung S. 9
II. Zur historischen Entwicklung der japanischen Kampfkünste S. 11
III. Zur Geschichte des Weges der Leeren Hand S. 27
     1. Ursprünge und Einflüsse S. 27
     2. Waffenverbote S. 30
         2.1 Die Zeit unter Shō Shin bis zur Satsuma Invasion 1609 S. 30
         2.2 Die Zeit von der Satsuma Okkupation bis zum Ende des Königreiches  S. 35
     3. Bezeichnungen S. 58
     4. Zusammenfassende Betrachtung S. 63
IV. Zu geistesgeschichtlichen Hintergründen und wichtigen Grundbegriffen der Lehre auf den
     Wegen der Kampfkünste S. 71
     1. Weg – dō S. 71
     2. Leere – S. 76
     3. Form – kata S. 79
V. Zur schriftlichen Überlieferung der Lehre auf den Wegen der Kampfkünste S. 83
     1. Allgemeine Übersicht zur Entwicklung und zum Inhalt von Lehrschriften S. 83
     2. Über bedeutende Lehrschriften der Tokugawa-Zeit S. 88
         2.1 Takuan Sōhō — “Wundersame Aufzeichnungen der bewegungslosen Weisheit” S. 88
         2.2 Yagyū Munenori — “Familienüberlieferungen zu den Methoden des Gefechts” S. 92
         2.3 Miyamoto Musashi — “Buch der Fünf Ringe” S. 97
     3. Bemerkungen zu Lehrschriften bzw. zur Lehre des Weges der Leeren Hand S. 104
VI. Meister des Weges der Leeren Hand S. 107
     1. Funakoshi Gichin S. 107
     2. Miyagi Chōjun S. 114
     3. Mabuni Kenwa S. 119
     4. Ōtsuka Hironori S. 123
     5. Kommentatoren der Lehrschriften S. 127
         5.1 Takagi Masatomo S. 127
         5.2 Nakasone Genwa S. 129
VII. Lehrschriften von Meistern des Weges der Leeren Hand S. 131
     1. Funakoshi Gichin:
         “Zwanzig Paragraphen der Leeren Hand” um 1930
         Kommentiert von Takagi Masatomo 1988 und 1993 S. 131
     2. Miyagi Chōjun:
         “Allgemeine Darlegungen zum Weg der Chinesischen Hand” 1934 S. 145
     3. Mabuni Kenwa:
         “Haltung des Herzens des Übenden auf dem Wege der Leeren Hand” 1938
         Nach Darlegungen Mabuni Kenwas verfasst und kommentiert von Nakasone Genwa
         S. 158
     4. Ōtsuka Hironori: Aus den “Analekten des Lehrmeisters” 1970 S. 171
     5. Erläuterungen zu den Lehrschriften S. 195
         5.1 Über die “Zwanzig Paragraphen der Leeren Hand” S. 195
         5.2 Über die “Allgemeinen Darlegungen zum Weg der Chinesischen Hand” S. 200
         5.3 Über die “Haltung des Herzens des Übenden auf dem Wege der Leeren Hand” S. 204
         5.4 Über die “Analekten des Lehrmeisters” S. 208
VIII. Schlussbetrachtung S. 213
Zeittafeln S. 221
Abkürzungen S. 222
Bibliographie S. 223
Index S. 243

Beschreibung:

Dieses Buch beschäftigt sich in erster Linie mit der Geschichte und Lehre des 'Weges der Leeren Hand' (karatedō). Darüber hinaus gewährt es Einblick in verschiedene Facetten der japanischen Geschichte und Kultur.
   Nach der Einleitung beschreibt ein Kapitel die historische Entwicklung der japanischen 'Wege der Kampfkünste' (budō). Anschließend wird die Geschichte des Karatedō ausführlich dargestellt und erörtert. Dabei werden auch bislang verbreitete Thesen kritisch hinterfragt.
   Die folgenden Kapitel wenden sich der Lehre in den traditionellen japanischen Kampfkünsten sowie des Karatedō im Besonderen zu. Werden diese Kampfkünste vornehmlich unmittelbar vom Lehrer zum Schüler vermittelt, findet sich zur Ergänzung der Überlieferung, bzw. als ergänzendes Mittel der Schulung, auch die Tradition der in Prosa oder Lyrik verfassten sogenannten Lehrschriften. Diese enthalten verschiedenartige Lehrauffassungen in Bezug auf die von ihren Meistern immer wieder besonders betonte Einheit der Komponenten 'Herz' (shin), 'Technik' (gi) und 'Körper' (tai) zum Studium der Wege der Kampfkünste oder im engeren Sinne einer jeweiligen 'Schule' (ryū). Vor allem diese Lehrschriften bieten Einblick in eine tiefergehende Zielsetzung: So kann ein Interessierter zum Beispiel aus der Sicht eines Begründers einer Schule, über ein bloßes Kräftemessen bzw. über Sieg oder Niederlage im Wettkampf, d. h. über ein messbares Ergebnis, hinaus,von einem Weg der ganzheitlichen Vervollkommnung des Menschen erfahren.
   Als Beispiele für Lehrschriften des Karatedō wurden Abhandlungen von den Begründern bzw. wichtigen Meistern der 'vier großen Schulrichtungen' – Shōtōkan, Gōjūryū, Shitōryū und Wadōryū – Funakoshi Gichin, Miyagi Chōjun, Mabuni Kenwa und Ōtsuka Hironori ausgewählt. Die Darlegungen in diesen Schriften sind aber nicht nur auf das Karatedō begrenzt zu sehen: Sie bieten im übertragenen Sinne auch Einblick in grundsätzliche Gedanken zu den japanischen Kampfkünsten. Zum besseren Verständnis wurde diesen Lehrschriften eine Einführung in die geistesgeschichtlichen Hintergründe bzw. wichtigen Grundbegriffe der japanischen Kampfkünste sowie ihrer schriftlichen Überlieferung vorangestellt.
   Ebenfalls vor den Lehrschriften zum Karatedō finden sich Biographien ihrer Verfasser, die nicht nur die Lebensgeschichte der Meister bzw. Kommentatoren vorstellen, sondern auch eine entscheidende Phase der Verbreitung der Kampfkunst auf die japanischen Hauptinseln und ihrer Weiterentwicklung widerspiegeln.
   Es folgen die zum ersten Mal direkt aus dem Japanischen ins Deutsche übersetzten Lehrschriften des Karatedō mit anschließenden Erläuterungen. Die Gründe hierfür liegen zum einen im teilweisen Fehlen westlicher Übersetzungen, zum anderen in der semantischen Präzision gegenüber Sekundärübersetzungen. Dies betrifft auch andere Quellen und ihre jeweiligen Titel.
   Die Inhalte bzw. Erkenntnisse aus den vorangegangenen Kapiteln sind in der Schlussbetrachtung noch einmal kurz zusammengefasst und erörtert. Außerdem sind zahlreiche weiterführende Anmerkungen, ein Literaturverzeichnis sowie ein Index mit Schriftzeichen enthalten.

Buchbesprechungen:

- Das Werk enthält einen quellenbasierten Überblick über frühe Entwicklungen in Ryukyu, der bisher in der deutschsprachigen Literatur fehlte.
(Andreas Quast, FB, 21. November 2017)

- Fundierte Forschung übers Karate:
Ich kenne die Bücher des Autors schon seit etlichen Jahren. Daher war es für mich selbstverständlich mir auch diese Arbeit zu kaufen. Das Buch basiert zum Großteil auf der Dissertation von Herrn Bittmann wurde aber um ein umfangreiches Kapitel über die Geschichte des Karate erweitert.
   Auf sage und schreibe 44 zusätzlichen Seiten nimmt uns der Autor mit in die Zeit vor und nach der Satsuma-Invasion und klärt über die Waffenverbote zur Zeit des Ryūkyū-Königreiches auf.
Neben dem erweiterten Geschichtskapitel finden wir Biographien der vier großen japanischen Schulgründer (Funakoshi Gichin - Shōtōkan-ryū, Miyagi Chōjun - Gōjū-ryū, Mabuni Kenwa - Shitō-ryū und Ōtsuka Hironori - Wadō-ryū).
    Der Autor übersetzt dabei auch die großen Lehrschriften der jeweiligen Meister. Jedem interessierten Karateka ist dieses Buch wärmstens zu empfehlen!!!
(Amazon Rezension von Yannick S., 16. Februar 2018)

- Pflichtkauf:
Das Werk von Dr. Heiko Bittmann bietet durch seine wissenschaftliche Herangehensweise und Verwendung japanischer Primärquellen eine erfrischende Abwechslung in der Karate Literatur, wo oft genug historische Halbwahrheiten unhinterfragt wiedergegeben werden. Ein Pflichtkauf für jeden, der ernsthaft an einer fundierten Auseinandersetzung mit Karate Historie und Hintergründen interessiert ist.
(Amazon Rezension von Florian Wießmann, 08. April 2018)

- Leseempfehlung:
Vor beinahe zwanzig Jahren, 1999, veröffentlichte Heiko Bittmann seine Dissertation im Fach Japanologie. Für mich war damals das Besondere, dass er sich darin mit der Lehre das Karate-Dō beschäftigte – und zwar als Sprach- und Kulturkundiger. Bis zu diesem Zeitpunkt beruhte Literatur zum Thema Karate in Deutschland (aber auch im englischsprachigen Ausland) vorwiegend auf englischen Texten, die manchmal eher schlecht als recht weiterverarbeitet wurden, und einer kräftigen Priese Fantasie der Autoren. Nun halte ich eine darauf beruhende Neuauflage in den Händen, die ich – so viel vornweg – jedem Karate-Übenden empfehlen kann. Es ist eine „Neuauflage“ im wahrsten Sinn des Wortes, da Bittmann seine bestehenden Kapitel einer gründlichen Durchsicht unterzogen hat und viele Anpassungen und Informationen nach aktuellem Forschungsstand neu einfügte.
   Als Karate Anfang des vergangenen Jahrhunderts von der Präfektur Okinawa aus auf die japanischen Hauptinseln schwappte, traf es auf eine reiche Kampfkunstwelt. Daher widmet sich Bittmann in seinem Buch einleitend den historischen Hintergründen und kulturellen der kämpferischen Traditionen Japans. Tatsächlich geht er ebenfalls auf drei weit verbreitete Schriften der Kampfkünstler Miyamoto Musashi und Yagyū Munenori sowie des Gelehrten Takuan Sōhō ein. Kenntnisse über deren Werk helfen uns Karate-Übenden bei der Besseren Einordnung der jüngeren Lehrtexte des Karate. Und abgesehen davon sind sie ebenso für sich allein interessant.
   Durch die Großteils mündliche Überlieferung des Karate konnten sich in Karate-Kreisen ein paar Legenden über seine Ursprünge bilden, die im Laufe der Zeit nicht nur weitergegeben und verbreitet, sondern zu allem Überdruss auch noch weiter aufgebauscht wurden. Eine dieser hartnäckigen Legenden handelt von einem vermeintlichen Waffenverbot, das „arme Bauern“ dazu veranlasst soll, sich in unbewaffneten Kampftechniken zu üben, um ihr Leben vor böswilligen Übergriffen schützen zu können. Eben dieser Legende widmet Bittmann ein eigenes – neues – Kapitel. Die Frage, wie man sich mit etwas auseinandersetzt, dass es so nicht gegeben hat, löst er dabei auf die schlüssigste Art und Weise: Indem er alte Dokumente durchforstete und darin Beispiele für Waffen und deren Einsatz ausfindig machte. Dem Leser übersetzt er zum Beispiel ein sehr lebensnahes Beispiel von einem Nachbarschaftsstreit, der sich um gepflanzte Blumen drehte und bald blutig eskalierte.
   Wie zuvor legt er im Hauptteil seine Übersetzungen von vier frühen Texten über die Lehre des Karate vor. Dabei vergisst er nicht, die Urheber und Kommentatoren der Texte vorzustellen. Bemerkenswert ist etwa ein Text von Miyagi Chōjun, dem Gründer des Gōjū-Ryū. Miyagi hat uns wenig Schriftliches hinterlassen, weswegen ein derartig seltener Text umso wertvoller erscheint. Englische Fassungen von Miyagis Text könne mit Bittmanns Übersetzung nicht mithalten, weswegen sich allein dafür der Blick ins Buch lohnt. Darüber hinaus präsentiert er Texte von Ōtsuka Hironori, dem Gründer des Wadō-Ryū, Nakasone Genwa und Mabuni Kenwa, dem Gründer des Shitō-Ryū, sowie zwanzig Lehrsätze von Funakoshi Gichin, auf den das Shōtōkan-Ryū zurückgeht. Funakoshis kurze Lehrsätze wurden unter anderem von Takagi Masatomo erklärt, und Bittmann überträgt eben diese Erklärungen zusätzlich ins Deutsche. Insgesamt finden sich folglich vier der heute verbreitetsten Karate-Strömungen in Bittmanns Werk vertreten. Alle vier Übersetzungen bespricht Bittmann fachmännisch, so dass auch Neulinge auf dem wichtigen Feld der Lehre und Geschichte des Karate kaum Verständnisprobleme beim Lesen bekommen dürften.
   Ergänzt werden die Kapitel durch einige geschichtlich wertvolle Fotos und zahlreiche Quellenangaben. Karate hat es knapp hundert Jahre nach seiner Ankunft in Japan verdient, richtig begriffen und weitergegeben zu werden. Bittmanns Buch ist hierfür eine ausgesprochene sinnvolle Hilfe, weswegen ich es an dieser Stelle als Lese- und Studienstoff empfehle.
(Henning Wittwer in Toshiya 2017/4)

-  Auch mein Studium der Sportwissenschaft wurde von der Dissertation Bittmanns stark beeinflusst. Die Tiefe und Qualität seiner Recherche und Darstellung war bis dato im deutschsprachigen Raum ungesehen. Und setzt bis heute Maßstäbe in der Szene! Ich freue mich, dass er sich die Zeit genommen hat, aus dem ursprünglich rund 400seitigen wissenschaftlichen Werk eine Fassung für den allgemeinen Leser zu gestalten. Ein MUSS für jeden ernsthaften Karateka!
(Matthias Beschnidt, FB, 31. Mai 2018)

- Aktueller Forschungsstand zur Karategeschichte:
Heiko Bittmann gehört nicht zuletzt seit seiner viel beachteten Dissertation „Karatedô. Der Weg der Leeren Hand“ (1999) zu einem der wichtigsten deutschen Experten auf dem Gebiet der Lehre und der Geschichte des Karate. Im Jahr 2000 folgte mit „Die Lehre des Karatedô“ eine komprimierte aber nicht weniger lesenswerte Version seines Erstlingswerks für „all diejenigen, die sich für die japanische Kultur im allgemeinen und innerhalb dieser insbesondere für die traditionellen Wege der Kampfkünste interessieren“. Mit seinem Buch „Geschichte und Lehre des Karatedô“ (2017) liegt nun eine überarbeitete und erweiterte Neuauflage dessen vor.
   Eine neue Auflage macht vor allem dann Sinn, wenn neue Erkenntnisse vorliegen. So hat Bittmann sein Buch von 2000 überarbeitet und es um eine ausführliche Darstellung der Geschichte des Karatedô – beginnend im 14. Jahrhundert – ergänzt. Auf Basis eigener Recherchen und neuen Forschungsergebnissen nutzt er dabei in der westlichen Literatur bisher unbekannte Quellen, wie beispielsweise das Reisetagebuch satsuyû kikô von 1801. Mithilfe zahlreicher Originalquellen zeigt er in seinem neuen Kapitel darüber hinaus, dass Waffenverbotsmaßnahmen in Ryûkyû differenzierter zu betrachten sind und diese nicht allein als ein Grund für die Entwicklung von indigenen Kampfmethoden zu werten sind.
   Die Geschichte des Karate war seit jeher geprägt von falschen Annahmen, Missverständnissen und Fehlinformationen. Erfreulicherweise werden diese auf der Grundlage tiefgründiger, wissenschaftlicher Bemühungen nach und nach korrigiert. Wer sich auf den aktuellen Stand der Forschung in Bezug auf die Geschichte und Lehre des Karatedô bringen möchte, sollte Bittmanns Neuauflage unbedingt lesen. Vor allem im deutschsprachigen Raum gibt es derzeit nicht viele gute fundierte Arbeiten zum Karate, die wirklich neue Erkenntnisse liefern. Bittmanns Buch ist auf jeden Fall eine davon und daher äußerst empfehlenswert.
(Amazon Rezension von Thomas Feldmann HOPLOblog, 15. November 2018)

- Die Reverenzpublikation zur Geschichte des Karatedō:
Um es auf den Punkt zu bringen: Das ist DIE Referenzpublikation zur Geschichte und Lehre des Karatedō. Deshalb habe ich das Buch mehrfach für unsere Universitätsbibliothek bestellt und empfehle es meinen Student*innen, die das Fach Karate belegen. Die Merkmale, an denen ich meine Einschätzung festmache, sind
- Fundierung: Bittmann baut seine Darstellung auf einer umfassenden Quellenrecherche auf;
- Seriosität: Anstatt die weit verbreiteten Mythen und Legenden wiederzukäuen, liefert Bittmann verlässliche Fakten;
- Breite: Bittmann verfolgt nicht nur den Mainstream der Entwicklung der Kampfkunst Karatedō, sondern befasst sich mit allen für das Themen wesentlichen und historisch relevanten Autoren und deren Schriften;
- Tiefe: Bittmann verfügt aufgrund seiner Kompetenzen im Japanischen sowie aufgrund seiner langjährigen beruflichen Tätigkeit in Japan über einzigartige Möglichkeiten, in den gewählten Stoff einzudringen und Details herauszuarbeiten, die so in keinem anderen Werk zu finden sind; exemplarisch sei in diesem Zusammenhang hingewiesen auf die Erläuterungen zu den „Zwanzig Paragraphen der Leeren Hand“ von Funakoshi Gichin (S. 195-200), deren aufmerksame Lektüre ich jedem*r interessierten Karateka ans Herz lege;
- Lesbarkeit: Apropos Lektüre: Auch wenn Bittmann selbstverständlich - denn die Grundlage seines Buches ist seine Dissertation aus dem Jahr 1999 - einen wissenschaftlichen Anspruch erhebt, so schreibt er doch allgemein verständlich, d.h. so, dass man das Buch auch einfach mal ins Training - ja sogar ins Kindertraining - mitnehmen und daraus vorlesen kann, z.B. (S. 161; Bittmann übersetzt hier einen Text von Mabuni Kenwa und Nakasone Genwa aus dem Jahr 1938): „Da die Leere Hand eine Kampfkunst ohne Hände ist, ist die Art der Verlagerung des Körpers und die Art des Gebrauchs der Hände am wichtigsten. (...) Auch wenn der Gegner der Besitzer einer noch so starken Faust ist, mit der er gegen eine empfindliche Körperstelle stößt, wenn man in seinem Herzen über die hinreichende Verlagerung des Körpers Kenntnisse besitzt, braucht man sich nicht besonders zu fürchen. Besitzt man in seinem Herzen zudem Kenntnisse über den hinreichend eingeübten Gebrauch der Hände, kann das Sanfte das Harte kontrollieren“;
Das Buch ist also nicht nur, aber eben auch ein Buch für Akademiker*innen und spricht insofern einen sehr breiten Leser*innenkreis an.
(Amazon Rezension von Purzelbaumprofessor (Prof. Dr. Peter Kuhn vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Bayreuth), 24. Februar 2019)

- Pflichtkauf für jeden seriösen Karateka:
Das Wissen über die Geschichte und den Ursprung des Karate ist, in meinen Augen, ein absolutes Muss, wenn man nicht nur für die Fitness und den Wettkampf lernen möchte. Wenn man versteht, wie sehr diese Kampfkunst über die Zeit beeinflusst und geformt wurde, sei es durch einzelne Personen oder durch politische Regimes, dann versteht man auch wie sehr sich die aktuelle Lehre von den Ursprüngen unterscheidet. Wie US-Amerikanische Astronom Carl Sagan sagte: "Sie müssen die Vergangenheit kennen, um die Gegenwart zu verstehen."
Herr Bittmanns "Geschichte und Lehre des Karatedo" ist eins der wenigen wirklich seriösen, wunderbar recherchierten, wissenschaftlichen Werken auf dem deutschen Markt für Karateliteratur. Alleine das Literaturverzeichnis erstreckt sich auf über 20 Seiten und wer das zu schätzen weiß, versteht, das das ein Merkmal für hohe Qualität ist.
Anstatt romantischer Mythen und Halbwahrheiten bietet dieses Buch Fakten und ich fand es, in Hinsicht auf einige bestimmte Irrglauben in Karate (z.B. das "Waffenverbot" durch die Samurai aus Satsuma) viel wertvoller, als die Literatur von vielen japanischen Meistern, deren Namen jeder kennt. Darum benutze ich es derzeitig als eine der wichtigsten Quellen für meine Abschlussarbeit an der Universität.
Ich möchte Herrn Bittmann für seine Arbeit danken und wünsche mir, dass der deutsche Markt für Karateliteratur durch mehr Werke dieser Qualität bereichert wird.
(Amazon Rezension von Philipp S., 26. Februar 2019)

- Räumt auf mit Mythen und Halbwahrheiten:
In prinzipiell fast allen wissenschaftlichen und halbwissenschaftlichen Werken zum Thema Karate taucht das ominöse Waffenverbot auf, das die Entwicklung von Karate (bzw. seinen Vorläufern) als Guerilla-Kampfkunst gegen (Satsuma-) Samurai notwendig gemacht habe.
Bittmann widerlegt akribisch und unter tiefer, kluger Analyse von japanischen Originalquellen aus den Archiven von Okinawa diese Legende, sodass zu hoffen ist, dass dieses Werk ein für allemal einen hartnäckigen Kampfsportmythos zerstört.
Schon in der vorigen Ausgabe war Bittmanns Arbeit ein Standardwerk, das durch die Vertiefung obiger Analyse sowie sinnvolle Erweiterung und Überarbeitung anderer Bereiche noch deutlich an Wert hinzugewonnen hat.
Wie schon einige der anderen Rezensionen herausgestellt haben, ist dieses Buch das Gegenteil von zwielichtigem Karate-Hokus-Pokus, sondern legt einen sicheren Trittstein für die weitere Begehung des Wissenschaftsfelds Kampfkunst und Kampfsport.
Dass hierbei mit einer (wissenschaftlich üblich) hohen Anzahl an Quellen und Verweisen gearbeitet wird, stört den Lesefluss in keiner Weise.
Insgesamt ein spannendes, aufmerksames und dichtes Buch, das mir beim Lesen viel Freude und manch neue Erkenntnis bereitet hat.
(Amazon Rezension von Martin Meyer, 11. März 2019)

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